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  • Barbara Luzi

Eine Krise ist der Wandel der sich vollziehen möchte.

Wir wollen die Welt zurück, unser Leben zurück haben, wir wollen dass unsere Jobs wieder laufen wie vorher.  Wir wollen wieder tanzen, knutschen, auf Demos gehen, denn das ist schließlich unser Recht. Und schnelle Lösungen müssen her, jetzt her, damit alles wieder so wird wie es war.


Nichts wird so wie es war. Nichts.


Sollte ich jetzt Masken nähen, in Panik ausbrechen oder eine Massenmeditation anzetteln? Sollte ich in einem schnell organisierten Onlinekongress mit wichtigen Virologen klären, wer den Covid 19 erschaffen hat? Soll ich den Anons unter die Arme zu greifen, das Militär in Peru interviewen oder die deutsche Wirtschaft zu retten? Ist irgend etwas davon meine Aufgabe?


Nichts davon. Und nichts davon ist eure Aufgabe. Nichts, glaubt mir. Nein, auch das nicht, was ihr gerade in euren Kalender geschrieben habt, auch nicht das nächste Zoommeeting das ihr gerade vorbereitet. Nichts davon.


Es gibt die Meldung, dass jetzt drei Tage das Netz innehält und auch sämtliche TV Sender nichts oder nur eine Botschaft bringen.

Und es gibt eine Sehnsucht in uns allen, dass genau das passiert. Da ist Sensationshunger der gestillt wird, wenn das passiert, aber darunter ist noch etwas anderes. Da ist echte Sehnsucht nach noch mehr Stille.


Denn wir sind immer noch zu sehr im Außen. Es passiert gerade etwas, was noch nie passiert ist und was vielleicht auch nie wieder passieren wird. Aber drei Wochen social distancing haben es noch nicht geschafft, dass wir uns hingeben, dass wir ohne Außenreize, ohne Netflix, WhatsApp, Facebook, ohne Nachrichten, egal woher sie kommen das machen wozu alle menschlichen Bewohner der Erde gerade tatsächlich aufgerufen sind.


Nämlich uns auf Innenschau begeben, uns komplett frei von allem machen und nur mit uns beschäftigen, mit uns alleine und / oder mit unseren Lieben.


Es gibt viele Möglichkeiten:

Die Meditation ist die schwächste davon. Denn auch sie ist häufig noch im Außen.

Die meisten von euch meditieren UM etwas zu erreichen, um ein schöneres Leben, einen fitteren Körper, einen sexy neuen Partner zu haben. Das ist missbräuchlich. Und hat mit Hingabe nichts zu tun.


Aber habt ihr schon einmal eure Gefühle beobachtet, sortiert woher sie kommen, um was es da geht? So lange, bis ihr an der Stelle angekommen seid, wo nur noch Leere ist?

Habt ihr schon einmal euren Lieben im gegenseitigen Wechsel gesagt was ihr empfindet, warum es eurer Meinung diesen Riss zwischen euch gibt, so ganz ohne Vorwürfe? Und dann gespürt, dass genau in diesem Riss ein wunderbares sehr zartes Geschenk liegt das es wert ist aus zu packen?


Habt ihr schon einmal eine Kuhle in eurem Garten gegraben und euch hinein gelegt, seid dort stundenlang liegen geblieben bis ihr gemerkt habt dass Ruhe in euer System kommt und Freude ins Herz?


Habt ihr schon einmal drei Tage lang nichts gegessen und nur Wasser getrunken und euch und eure Süchte, Sehnsüchte, verzweifelten Gefühle dabei beobachtet?

Die komplette Hingabe an das was jetzt ist und nicht an das was ihr so unbedingt behalten wollt oder wieder haben wollt ist jetzt gefragt.


Das ist eure Aufgabe, das ist meine Aufgabe. Tun wir so, als ob das Internet und die Geschäfte und alles wirklich komplett geschlossen ist. Drei Tage Innenschau, ohne Ablenkung. Das ist alles was es braucht. Und dann ist wirklich nichts mehr wie vorher. Und das ist gut so.

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